nämlich einer Heirath, aus dem Wege zu gehen, wenn nicht zur rechten Zeit der Befehl zum Abſegeln einge⸗ troffen wäre. Hierdurch war er plötzlich auf ſieben Jahre vor allen Anſprüchen ſeiner Dame und deren Verandten geſchützt, und die gute Laune, die ihn am erſten Mor⸗ gen der wiedergewonnenen Freiheit beherrſchte, alſo ganz natürlich. Er hoͤrte den Officier leutſelig an, und dieſer wollte ſeinen Ohren nicht trauen, als der Capi⸗ tain gutmüthig ſagte: Er möge den Mann ſammt dem Knaben zu ihm auf das Verdeck bringen. Weit natür⸗ licher würde es der Lieutenant gefunden haben, wenn ihm der Befehl geworden wäre, den Mann, wie den Knaben, ſogleich über Bord zu werfen. Der Schiffs⸗ disciplin muß indeſſen Genüge geſchehen, und nach wenig Augenblicken ſtanden Emanuel und Edmund vor dem Manne, in deſſen Händen ihr Schickſal lag.
Der Capitain blickte ſinnend auf den Knaben. Er erinnerte ſich eines Abenteuers mit eines Rajahs Toch⸗ ter und der unendlichen Liebe, welche dieſe zu ihm hegte. Sie war heimlich ſein Weib geworden, und ſtarb, als ihr Knabe ſein viertes Jahr antreten ſollte. Daſſelbe tödtliche Fieber verſchonte auch das Kind nicht. Dem Vater wollte das Herz ſpringen, und er ſteuerte mit wunder Bruſt nach Europa. Aber die Zeit lindert jeden Schmerz, und faſt vergeſſen war des Rajahs Tochter
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