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ihn mit einem guten Vorrathe neuer Hemden zu ver⸗ ſehen. Damit er denſelben aber nicht zu lange entbehre, ſetzte er es bei dem Officiercorps durch, daß ein Schnei⸗ dergeſelle, den man an Bord gebracht und zur Segel⸗ kammer beordert hatte, vom Wachtdienſt bei Nacht dispenſirt wurde, um dieſe einſamen Stunden zur An⸗ fertigung jener ſo nothwendigen Bekleidungsſtücke zu verwenden. Dem Schiffsdienſt bei Tage die Arme des
Schneiders zu entziehen, war der Zahlmeiſter zu loyal.
Da trat an den dienſtthuenden Officier ein Boots⸗ mannsmaat heran mit der Meldung, es befände ſich in der Hängematte eines der neuen Ankömmlinge ein ſtum⸗ mer Knabe, und vor demſelben ſtehe der Mann ſelbſt,
erklärend, er werde Jedem, ohne Anſehen der Perſon,
der ſich dem Kinde auf eine unfreundliche Weiſe nähern wolle, den Hirnſchädel einſchlagen. Der Officier begab ſich kopfſchüttelnd auf das Quarterdeck, um dem Capi⸗ tain, der ſeinen Morgenſpaziergang hielt, hiervon Mel⸗ dung zu machen.
Capitain Eberhard tor Straaten, Commandeur des „van Tromp,“ hatte gerade ſeinen guten Tag. Er hatte, während ſeines letzten Aufenthaltes in Amſterdam, irgend eine zarte Intrigue angeſponnen, die ihn anfänglich hochlich beluſtigte, ſpäter aber ihm ſehr läſtig ward, und er wäre kaum im Stande geweſen, dem Aeußerſten,


