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ſind, um das feiſte Blut eines Tollen abzukühlen. Hollah, einen Strick her!“
Emanuel, der nicht ſobald einſah, in welche Schlinge er gefallen war, und die Hölle, die ſeiner wartete, aus hundert übertriebenen Erzählungen kannte, preßte den Knaben feſt in ſeine Arme, und rief in Todesangſt: „Frèrk, um Gotteswillen, Frerk! bringe die Frau in Sicherheit! Hier ſind die Seelenverkäufer!“
„Daß Du berſten mögeſt, Satan!“ knirſchte Mar⸗ tens erboſt, indem er Emanuel einen Schlag verſetzte; „das Weib da ſchert uns nichts, aber der Burſche, der bei ihr ſteht, ſoll uns nicht entgehen! Friſch da, zur Hand!“
Frork hatte ſich unterdeſſen vergeblich bemüht, Sara weiter zu führen; ſie war ohnmächtig zuſammen geſun⸗ ken. Jetzt drang Emanuel's Ruf:„Die Seelenverkäu⸗ fer!“ an ſein Ohr, und ein thieriſches Geheul ſtieß er aus; es wurden Zorn, Furcht, Grauen, Wuth und alle Leidenſchaften zugleich in ihm wach, die ſich wechſelnd des⸗ jenigen bemächtigten, der mit dieſem Abſchaum der Menſchheit in Berührung kam. Aber, als ſei ihm eine höhere Eingebung geworden, ergriff er mit ſtarken Ar⸗ men Sara und flog mit der leichten Laſt die Straße ent⸗ lang, dieſelbe Richtung zurück, woher ſie gekommen waren.
„Da läuft der Kerl hin, da läuft er hin!“ ſchrie der Seelenverkäufer.„Raſch, ihm nach, und wer ihn einfüngt, hat fünf Gulden extra verdient!“


