Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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Sechstes Kapitel.

Am andern Morgen ſah man die Herren Adrian van Kraag und Johannes Wellenberger Altona durch⸗ ſchreiten und den Weg nach Neumühlen einſchlagen.

„Wollt Ihr nicht,“ ſprach Herr Adrian ſeinen Ge⸗ führten an, mit dem er bis jetzt nur wenige Worte gewechſelt hatte,„wollt Ihr nicht die Güte haben, werther Herr, und mir einige Auskunft über die Dame ertheilen, der wir nun ſogleich unſere Aufwartung machen werden. Die Unterhaltung geht leichter und raſcher von Statten, wenn die Perſonen ſich genau kennen, und Ihr ſelbſt ſeid gewiß am beſten überzeugt, daß ich von Eurer Schutzbefohlenen nicht das Geringſte weiß.“

„Mir ſind die Verhältniſſe der Dame ſelbſt unbe⸗ kannt,“ ſagte Johannes kurz.„Ich beſorge nur auf Verlangen eines auswärtigen Hauſes ihre Geldgeſchäfte, und habe mich um ihre Famkliengeſchichten nicht bekümmert.“

„Nicht?“ entgegnete Adrian boshaft.„Nun, mein werther Herr, ſo ſollt Ihr ſehen, daß ich nicht gewilligt bin, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, und gern theile ich Euch mit, was ich über jene geheimnißvolle Dame erfahren habe, die nicht, wie der Name Fulkenberg,