eingeführt werden. Meine Ehre, und noch mehr die Ehre jener Frau fordern es dringend von mir, daß Ihr Euch eines Andern überzeugt. Morgen, wenn es Euch genehm iſt, wollen wir um zehn Uhr Vormittags uns am Millernthore treffen.“
„Ich werde pünktlich dort ſein,“ war die Antwort. „Aber ſoll ich Euch nicht lieber in Eurer Behauſung treffen? Meine Kutſche....“
„Ich möchte Euch nicht gerne in einer Angelegen⸗ heit, die für Euch nur Unangenehmes zur Folge haben wird, ſo viele Mühe machen,“ ſprach Herr Johannes ernſt.„Laßt es daher bei meiner Anordnung bewen⸗ den. Alſo Morgen um zehn Uhr, und ich muß jetzt, um meiner Ehre willen, darauf beſtehen, daß Ihr nicht ausbleibt. Nun aber, entſchuldigt mich; ich habe der Gaftfreundſchaft genug gethan, indem ich, um dieſer unerfreulichen Zwieſprach willen, ſo lange Zeit meinen andern Gäſten mich entzogen habe. Iſt Euch noch ge⸗ fällig, die Mahlzeit fortzuſetzen?“
Herr Adrian van Kraag dankte kurz und ging aus dem Zimmer, Herr Johannes Wellenberger aber kehrte zu ſeinen Gäſten zurück, die noch immer auf ſtolzer Flut umherſchifften, und die gegenſeitig befreundeten Flaggen unermüdet hoch leben ließen.—
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