Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Einzelbild herunterladen

—

redung, und laßt uns etwas abſeits gehen, um jene Herren nicht zu ſtören oder von ihnen geſtört zu werden.“

Man ſah es Herrn Johannes an, daß er nicht be⸗ ſondere Luſt zu einem ſolchen Zwiegeſpräch hatte, doch mochte er dem verzogenen Söhnlein eines mächtigen Mannes nicht ohne Noth etwas abſchlagen und führte ihn in ein nahe gelegenes Zimmer.

„Ich wollte Euch nur fragen,“ ſprach Adrian van Kraag lauernd,„ob Ihr, ſobald Ihr Euch wieder nach Neumühlen begebt, mich nicht mit Euch nehmen wollt? Ich habe viel Schönes von dieſem Dörflein gehört, und möchte es wohl durch Euch kennen lernen; denn da Ihr ſo häufig draußen ſeid, müßt Ihr dort ſehr zu Hauſe ſein.“

„Was wollt Ihr damit ſagen?“ fragte Johannes, nicht ohne Verlegenheit.

„Nun, Herr,“ entgegnete der Holländer,„All⸗ männiglich weiß es, daß Ihr wöchentlich mindeſtens zwei⸗ mal herauswandert, und allda einer wunderſchönen Dame einen Beſuch abſtattet....“

„Ihr habt den Spion gemacht?“ fragte Johannes verächtlich.

„Zu derlei Geſchäft habe ich mich niemals herge⸗ geben!“ ſprach Adrian van Kraag ſtolz.„Aber ich