gethan. Empfangen Sie den Beweis dafür in dieſen Zeilen.“
Er überreichte dem Fürſten ein verſiegeltes Billet und entfernte ſich ſchweigend.
Heinrich öffnete es und las:
„Es muß! Ich habe lange Zeit bedurft, ehe ich mich davon überzeugte, dann aber habe ich das Doku⸗ ment, das uns für immer von einander ſcheidet, mit feſter Hand unterzeichnet. Lebe wohl, Geliebter, lebe wohl für immer, für immer!—
Ihre Gattin ſchied von Ihnen, mein Fürſt, Ihre Freundin bleibt Ihnen ewig. Täglich will ich für Ihr Glück beten, will beten, daß Sie es an der Hand einer tugendhaften Gattin finden, die Ihres Herzens Freundin und Ihres Landes Mutter iſt. Ihren Sohn will ich mit der treueſten Sorgfalt erziehen; er ſoll aufwachſen in der Liebe zu Gott und zu ſeinem Vater.
Erfüllen Sie mir meine letzte Bitte: forſchen Sie nicht nach mir; dringen Sie nicht darauf, meinen Aufent⸗ haltsort zu erfahren, es würde Ihnen unmöglich ſein. Gönnen ſie mir die Einſamkeit, in der ich lebe, und die ich bedarf, um mich in ein Lvos zu finden, daß ich mir ſelbſt erwählte. Aber einſt, wenn Sie ſich ver⸗ mählt haben, wenn Ihre Gattin dem hoffenden Lande den erſehnten Erben ſchenkte, dann will ich Ihnen frei⸗


