Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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„Ich wage es, im Bewußtſein der Heiligkeit meiner Miſſion; ich wage es, im vollen Vertrauen auf Ihr Herz, das ich kenne, und wiederhole was ich geſagt.“

„Wer kann mich zwingen? Mein Wille....“

„Der Wille der Fürſten iſt durch die Pflicht beſchränkt!“

„Ich kann nicht, Reinhold, ich kann nicht!“

„Iſt das die Sprache eines Mannes? Was wäre dem wahren Manne unmöglich? Und zu einem ſolchen glaube ich Sie erzogen zu haben. Soll ein Weib Sie beſchämen?“

„Sie hat die Lage der Dinge ſogleich begriffen und einen Entſchluß gefaßt. Sie ſieht ein, daß Sie die Verbindung mit ihr aufgeben müſſen, daß es Ihre Pflicht iſt, ſich ſtandesmäßig zu vermählen. Sie erkannte, daß eine Trennung nothwendig war, und weil ſie wußte, daß Sie dazu niemals die Hand bieten würden...“

„Nein, nimmermehr!“

„So hat ſie ſelbſt den erſten Schritt gethan und ihre Zuſtimmung zur Scheidung gegeben!“

„Ha, unerhört!“

„Mit Wiſſen und auf Befehl Ihres Vaters iſt Alles geſchehen. Ihn klagen Sie an, wenn Sie dazu den