liche ſanft.„Schonen Sie ſich, indem Sie jede Mit⸗ theilung unterlaſſen. Nehmen Sie zu dem Danke des Volkes, der Ihnen im vollſten Maaße geworden iſt, auch den meinigen für die würdige Faſſung, welche Sie bewieſen haben. Alles iſt gut— bis auf Eines!“
„Das iſt der Mann, den ich brauche; ihm will ich vertrauen!“ ſprach der Fürſt.„Reinhold, Sie ſind mein Lehrer, mein Freund, mein Beichtiger! Was ſoll ich thun? Man drängt von allen Seiten in mich, daß ich mich vermählen ſoll. Kann ich...“
„Nein!“ unterbrach ihn Reinhold entſchieden.„Das fonnen ſie nicht, denn Sie ſind bereits vermählt.“
Erſchrocken trat der Fürſt zurück:„Sie wiſſen?“
„Auf Befehl Ihres Vaters,“ fuhr Reinhold eifrig fort,„habe ich Ihr Geheimniß ergründet; ich habe die Bekanntſchaft Ihrer Gattin gemacht und ſtrenge nach der mir getheilten Vollmacht gehandelt. Dieſe Frau war es werth, Sie zu beſitzen; ſie iſt ein vollkommenes Muſter eines Weibes.“
„Dank Ihnen für dies warme Lob!“
„Wäre Sie aus königlichem Blute, ſie würde den erſten Thron der Welt zieren. Jetzt iſt ſie es nicht, und Ihre Pjlicht, mein Fürſt, iſt es, zu lernen, ohne dieſen Engel zu leben!“
„Sie wagen es, mir das zu ſagen!“


