Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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wird ſtets auf Deinem Haupte ruhen. Mein letztes Wort, meine letzte Bitte ſei Dir heilig. Vermähle Dich ſtandesmäßig und ſchenke Deinem Reiche den erſehn⸗ ten Erben!“ Er drückte noch ein Mal dem Sohne krampfhaft die Hand, noch einmal blickte er ihn feſt an; die Lippen bewegten ſich, aber er vermochte nicht mehr ſie zu öffnen; ermattet, den Todesſchweiß auf der Stirn, ſank er zurück.

Die Aerzte, welche in dem Vorzimmer ängſtlich auf den Ausgang der Unterredung gewartet hatten, eilten jetzt herbei und drängten ſich um das Bett des Fürſten. Aber ſie vermochten es nicht, den entfliehenden Geiſt aufzuhalten. Nach einer Stunde verkündete das Ge⸗ läut der Glocken und das Abfeuern der Trauerſalven der Reſidenz das Unglück, welches das Land betroffen hatte.

Tiefe Beſtürzung herrſchte rings umher. Die Gewerke feierten, die Läven wurden geſchloſſen, die öffentlichen Orte waren wie ausgeſtorben; kein frohes Lachen, kein lautes Wort erſcholl; auf der Straße gingen die Leute ſtumm an einander vorüber, und nur ein bedeutſamer Blick ſchien zu ſagen:„Was haben wir verloren! Was wird unſer Loos ſein?“

Die Edelſten des Landes ſammelten ſich ſofort um den Prinzen; ſie bezeugten ihm ihr tiefes Beileid und