Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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es nicht; Du biſt der Wächter und Schützer ſeines Heils!“

Heinrich war in großer Aufregung und betheuerte, alle Gebote des Vaters heilig zu erfüllen. Was hätte er nicht in dieſem Augenblicke verſprochen!

„Man hat mir,“ fuhr der Vater langſam fort, „verſichern wollen, Du habeſt Dich im Auslande ver⸗ mählt.— Ruhig, mein Sohn! Vertheidige Dich nicht. Ich habe nie daran glauben wollen, will nicht daran glauben, und haſſe Jeden, der mir davon ſpricht. Ich kenne Dich beſſer, Du brauchſt mir Deine Unſchuld nicht zu betheuern!“

Der Prinz war außer ſich; gewaltſam drängte es ihn zu reden; aber Furcht, das nahe Ende des Vaters noch zu beſchleunigen, verſchloß ihm den Mund. Er ſchwieg.

„Noch bleibt mir einige Kraft!“ fuhr der Fürſt mit zunehmender Schwäche fort.„Ich brauche ſie dazu, um Dich zu beſchwören, endlich Deinen unſtäten Wan⸗ derungen ein Ziel zu ſetzen und Dich Deinem Vater⸗ lande wiederzuſchenken. Verlaſſe es nicht wieder, mein Heinrich.“

Stumm beugte der Sohn das Haupt.

„Ich danke Dir, geliebtes Kind. Meine heißeſten Wünſche für Dich hat Gott vernommen; mein Segen