Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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daß man auch nicht geſonnen iſt, Sie zu etwas zu zwin⸗ gen. Alles muß Ihr reiner, freier Entſchluß ſein. Aber was Sie uns geben, das wollen wir, Sie ſeg⸗ nend, mit dankbarem Herzen empfangen. Wollen Sie mir geſtatten, Sie Morgen in Ihrer Behauſung auf⸗ zuſuchen?“

Sara bejahte ſchweigend, den Tod im Herzen, und der Geiſtliche entfernte ſich, ehrerbietig grüßend.

Am andern Tage ſtellte ſich derſelbe zur ſchick⸗ lichen Stunde ein und wurde von Sara empfangen. Beide hielten eine lange Unterredung mit einander, die nur Gott zum Zeugen hatte. Als ſie geendet war, ſprach der Geiſtliche:

„Bis hierher hat uns Gott geholfen, nach ſeiner ewigen Barmherzigkeit! Sein Name ſei geprieſen! Knieen Sie nieder, meine Tochter, und empfanger Sie ſeinen Segen, durch mich, den geweihten Diener.“

Sara kniete nieder, bleich und kalt, wie ein Mar⸗ morbild. Der Prieſter ſegnete ſie mit bewegter Stimme: dann ſagte er:„Sie überlaſſen es mir, Alles anzuordnen?“

„Da ich ihn aufgegeben habe,“ ſprach ſie tonlos, „iſt mir alles Andere gleichgültig. Wenn Ihre Vor⸗ bereitungen beendet ſind, geben Sie mir Nachricht, und ich werde der eiſernen Nothwendigkeit gehorchen.“

Sie ging in ihr Kabinet zurück. Der Geiſtliche blieb

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