bis in das geringſte Detail aus, und regte das unglück⸗ liche Weib ſo ſehr auf, daß Sie mit überſtrömenden Augen rief:„Halten Sie ein! Um Gotteswillen, hal⸗ ten Sie ein! Was kann, was muß geſchehen, um die⸗ ſem Unheil vorzubeugen?“
„Es gibt nur ein Mittel!“ antwortete der Geiſt⸗ liche.„Prinz Heinrich muß ſeiner Einſamkeit entſa⸗ gen, er muß die Regierung antreten und eine ſtandes⸗ mäßige Ehe eingehen.“
„Mein Herr, ich bin ſeine Gattin!“
„Ich weiß es. Aber eine Gattin, die ihren Gat⸗ ten über Alles liebt und bereit iſt, jedes Opfer zu brin⸗ gen, um ihn zu beglücken.“
„Und was müßte ich thun?“ fragte ſie zitternd, denn ſie wußte es wohl.
„Sich von ihm trennen.“
„Er wird es nicht zugeben.“
„Nein, er wird es nicht!“ entgegnete der Geiſtliche, „darauf kenne ich ihn, und darum müſſen Sie für ihn thätig ſein. Aber jetzt nicht weiter; Sie ſind erſchöpft und bedürfen der Erholung. Begeben Sie ſich in Ihre Zimmer; überlegen Sie, was Sie von mir erfahren haben, und dann handeln Sie. Nehmen Sie mein hei⸗ liges Wort, das Wort des Ehrenmannes und Prieſters,
daß man nichts Unehrenhaftes von Ihnen fordern wird, 2**


