Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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ernſtlich mit ſich ſelbſt zu Rathe. Als Sara ſich erholt hatte, kehrte ſie zu ihrem Gatten zurück, und ſie berie⸗ then gemeinſchaftlich, was jetzt zu thun ſei. Das Re⸗ ſultat ihrer Unterredung war, daß Heinrich reiſen ſolle, und da man nicht wiſſen konne, wie ſchnell es mit dem alten Fürſten zu Ende ginge, wurde bereits der nächſte Morgen zur Abreiſe feſtgeſetzt. Alle Anſtalten wurden ſchleunig getroffen, und mit dem anbrechenden Morgen fuhr Heinrich aus der neuen Heimat, um der alten zuzueilen, die er nicht gehofft hatte, wiederzuſehen.

Einige Tage nach Heinrich's Abreiſe, als Sara ein⸗ ſam in dem nahe gelegenen Geholz luſtwandelte und ihrem Lieblingsplatze ſich näherte, wohin die Wärterin bereits mit dem Knaben gegangen war, trat ihr ein Fremder entgegen, der ſich mit dem feinſten Anſtande vor ihr verneigte. Es war ein hoher, ernſter Mann, bereits dem Greiſenalter nahe; aber mit einem Angeſicht voll Liebe und Milde, mit einem Auge, das tief in das Innere der Herzen drang und alle Gemüther für ſich zu gewinnen wußte.

Verzeihung, gnädige Frau! ſprach der Fremde; aber ich glaube nicht zu irren, wenn ich in Ihnen die Gräfin Althing zu erblicken glaube.

Sie bejahte. Unter dem Namen eines Grafen Althing hatte ſich Heinrich in Südfrankreich angekauft.