Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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ben. Es war von nicht geringem Umfange und wies ein ſtattliches Siegel. Heinrich hatte es nicht ſobald erblickt, als er erbleichte; Sara folgte allen ſeinen Bewegungen.

Wir ſind entdeckt! ſprach Heinrich dumpf.

Unmöglich! rief Sara.

Betrachte dies Siegel; der Brief kommt aus dem Kabinete meines Vaters!

Heinrich verſank in tiefes Nachſinnen und Sara ſprach vor ſich hin:Das war es! Nun erfüllt ſich meine trübe Ahnung. Die Tage des Glückes und der

Freude ſind vorüber.

Unterdeſſen hatte Heinrich das väterliche Schreiben eröffnet und fand ſich durch den Inhalt deſſelben getäuſcht, bewegt, erſchüttert. Keine Vorwürfe, keine Aeußerung des Zornes; nur väterliche Liebe, unbegränztes Wohl⸗ wollen.Ich habe, ſchrieb der Fürſt unter andern, eine lange, glückliche Zeit verlebt; ich beſaß, was ſelten ein Fürſt beſitzt, die unwandelbare, ungeheuchelte Liebe meines Volkes. Ich ſcheide von ihm mit dem Bewußt⸗ ſein, es glücklich gemacht zu haben. Ja, mein einziger Sohn, ich ſcheide. Nur noch wenige Tage ſind mir zugemeſſen. Eine ſchmerzhafte Krankheit hat mich auf das Siechbette geworfen, und ich täuſche mich nicht, ich werde nicht wieder von demſelben erſtehen. Nun aber,

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