Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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danken verſenkt, hatte ſie die Ankunft ihres Gatten nicht vernommen, der ſie einen Augenblick lang mit der innigſten Liebe betrachtete, und ſich dann zu ihr herab⸗ beugend ſprach:Geliebteſte! Laß mich dieſe bittere Thräne von Deinem Antlitze küſſen.

Ein Strahl der Freude flog über das Geſicht der Dame, dann warf ſie ſich mit überſtroöͤmenden Augen an ſeine Bruſt und rief bebenden Tones:Heinrich!

Was iſt Dir, theure Sara! entgegnete beſorgt der Gatte.Was iſt vorgefallen? Deine Aufregung iſt ungewöhnlicher Art. Sprich, ich bitte Dich, was haſt Du?

Es iſt heute meines Vaters Geburtstag! antwor⸗ tete Sara traurig.Dieſer Tag war ſonſt ein Tag des Glückes für ihn, für mich, für Alle, die auch nur ent⸗ fernt ihm angehörten. Ich bin von ihm gegangen, er hat meinen Ausgang nicht geſegnet; er hat unſern Kna⸗ ben nicht geſegnet; er weiß nicht einmal, daß er in der Welt iſt; denn unſer Brief kam uneröffnet zurück. O, es iſt ſchrecklich, von der Schwelle des Vaterhauſes ver⸗ bannt zu ſein!

Sara! rief erſchüttert der Gatte.

Vergebung, mein theurer Freund, Vergebung! Dir gehöre ich an mit allen meinen Empfindungen und Ge⸗ danken; Du allein herrſcheſt in meinen Herzen. Ich

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