„Geben Sie ſie weg. Laſſen Sie ſich warnen!“
Herr Abendſur ſchwieg.
„Sie wollen nicht. Gut. Ich habe Sie gewarnt. Die Reiſe unſers Prinzen nach England hat etwas zu bedeuten. Ich habe es immer geſagt, Großbritannien iſt unſer natürlicher Verbündeter; jetzt werden wir es er⸗ leben. Weg mit den General⸗Staaten und Frankreich! Old England for ever! Die Bevollmächtigten Englands ſollen mit dem Handelstraktat ſchon unterwegs, und unſer Kabinet durchaus geneigt ſein, darauf einzugehen. Es ſind freilich nur noch Gerüchte, aber ich weiß, was ich weiß. Darum habe ich meine Papiere alle weg⸗ gegeben, und will engliſche Conſols kaufen.“
Herr Abendſur richtete ſich gravitätiſch auf und ſagte im Weggehen:„Sie werden keine mehr bekommen, Alles, was in dieſer Art auf hieſigem Platze habe ich bereits aufgekauft.“
Herr Abendſur verſchwand im Gedränge, Herr Bendir ſtand wie vom Donner gerührt, und Herr Claudius ſuchte ihn mit der Frage zu wecken:„Sie ſind auch er⸗ ſchrocken über die engliſche Neuigkeit? Es wird noch beſſer kommen. Unſer Erbprinz hat ſich im Auslande vermählt. Am Hofe iſt Alles in der äußerſten Ver⸗ wirrung. Der Geſandte des Großherzogs ſoll mit der größten Entrüſtung ſeine Päſſe gefordert haben. Ge⸗


