ben Sie Acht, unſere Kammerbriefe gehen um 2 Pro⸗ eent zurück.“
So hatten Abendſur, ſo Bendir, ſo Claudius und ſo A. B. C. geſprochen. Es ging in dieſer Weiſe weiter, das ganze Alphabet hindurch, und als die Börſe beendet war, trug es die Poſt ſchwarz auf weiß und in der wech⸗ ſelndſten Form in alle Lande. Als ein Pröbchen dient folgendes Schreiben, welches ſich nach einigen Tagen in dem Hamburger unparteiiſchen Correſpondenten befand.
* Den 12. Mai. Sier iſt Alles in der größten Aufregung. Unſer Erbprinz, der ſich ſeit längerer Zeit im Auslande aufhält, hat den Befehl erhalten, ſich ſchleunigſt hierher zu begeben, um ſich mit der Prin⸗ zeſſin Juliane, Tochter des Großherzogs, zu vermählen. Der Prinz zögert. Ein aus den Niederlanden einge⸗ troffener Courier ſoll den Grund dieſer Zögerung hier⸗ her gebracht haben. Ueber den Inhalt der eingegange⸗ nen Depeſchen verlautet nichts Beſtimmtes, aber Ge⸗ rüchte mancherlei Art find im Umlauf. Der Prinz hat die Bekanntſchaft einer Britin von Stande gemacht, und iſt ihr nach England gefolgt, wahrſcheinlich, um ſich mit ihr zu vermählen. Der großherzogliche Ge⸗ ſandte iſt hierüber ſehr entrüſtet und hat an unſer Ka⸗
binet eine energiſche Note gerichtet.— Von anderer
Seite her wird dieſes Gerücht für durchaus nichtig er⸗
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