Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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Der Inhalt der prinzlichen Depeſche war übrigens, wie alle Hofgeheimniſſe, in den Vorzimmern des Für⸗ ſten der Gegenſtand der lebhafteſten Erörterung, und verbreitete ſich von da über Stadt und Land.

Der Hofmarſchall, von der Ankunft des Couriers in Kenntniß geſetzt, war ſogleich erſchienen und machte Jagd auf den erſten Kammerdiener. Er nahm dieſen mit freundlichem Nicken bei der Hand und ſagte in dem vertraulichen Tone, der ihm alle die Herzen gewann, die er brauchte:Nun, mein lieber Herr Bernhard, was haben Sie erfahren? Was brachte jener Courier?

O, Ew. Exellenz! entgegnete der Kammerdiener, der ganz die Ehre zu würdigen wußte, unter vier Augen der Vertraute des Hofmarſchalls zu ſein,der Courier kam aus Amſterdam.

Aus Amſterdam? Wahrſcheinlich von unſerm jun⸗ gen Herrn? Nicht wahr, lieber Freund? Ja? Dachte ich es doch gleich! Geſchwind, was gibt es?

Der Prinz hat ſeinen Entſchluß kund gethan, ſich ſtehenden Fußes nach England einzuſchiffen. Als Grund gibt er eine Sehnſucht nach dem ſchottiſchen Hoch⸗ ide in

Schottiſches Hochkland? Was da?

Weiß nicht, Ercellenz! Muß auch wohl eine

andere Urſache vorhanden ſein. 1**