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„Und welche, Theuerſter? Haben Sie Ahnungen? Vermuthungen? Vertrauen Sie ſich mir.“
Der Kammerdiener legte den Finger auf den Mund, deutete auf das Herz, verbeugte ſich und ging.
Dies Schweigen galt dem Hofmarſchall mehr, als der beredteſte Vortrag; er ging durch die Galerie.„Frei⸗ lich! Ich dachte es mir gleich. Wie konnte es auch anders kommen! Ich möͤchte nicht Geſandter an dem Hofe des Großherzogs ſein.“
Am Ende der Galerie begegnete er dem Hofiäger⸗ meiſter:„Nun, mein wackrer Nimrod, wohin? Was bringen Sie uns Neues von Ihrem Jagdſchloſſe?“
„Neues denke ich hier zu erfahren. Ein Courier iſt angekommen und Sie wiſſen vermuthlich ſchon...“
„Alles weiß ich,“ ſagte der Hofmarſchall wichtig. „Im Vertrauen, lieber Baron, der Prinz iſt— ich rechne aber auf Ihre unbedingte Verſchwiegenheit.“
Der Hofjägermeiſter legte die Hand auf's Herz, und der Hofmarſchall fuhr fort:„Der Prinz iſt nach Eng⸗ land, ohne Zuſtimmung des Fürſten. Durchlaucht ſind ſehr verdrießlich darüber; denn unſer Verhältniß zu England iſt nicht von der Art, daß man dort die An⸗ weſenheit unſeres Prinzen jetzt wünſchen könnte. Den Vorwand zu dieſer etwas abenteuerlichen Reiſe gibt die


