Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
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dere Leute aber, die von der boshaften Quälerei nichts wußten, glaubten, hier ſei Jemand plötzlich toll gewor⸗ den und in dem Moment des Tollwerdens geſtorben. Dieſe wichen aus Scheu zurück, riefen aber Polizei⸗ beamte herbei, damit ſie nach dem Rechten ſähen, und den Unglücklichen fortſchafften.

Das geſchah alſobald, und als die Aerzte in dem öffentlichen Krankenhauſe ſich des David's annahmen, ſahen ſie gleich, daß er nicht geſtorben ſei, ſondern nur in einer tiefen Ohnmacht liege. Er ſchlug auch in der That nach längerer Zeit die Augen wieder auf; aber von der Tafel ſeines Gedächtniſſes war Alles ausge⸗ löſcht, was bisher mit ihm vorfiel, und kein anderes Wort ging über ſeine Lippen, als:Ich bin begraben! Als man ihm begreiflich machen wollte, daß dies nicht der Fall ſei, ſagte er ernſt:Schweigt nur ſtill; ich habe es ſelbſt geſehen. Es iſt ſehr Unrecht von Euch, daß Ihr mich in meiner Ruhe geſtört und mich wieder herausgegraben habt. Ich will auch nicht hier bleiben, ſondern wieder auf dem Kirchhofe liegen, wohin ich gehöre! Und als dies nicht gleich geſchah, wurde er ungebärdig, tobte und ſchlug um ſich, alſo daß man ihm die Zwangsjacke anlegen mußte, weil ſonſt die Aerzte und die Wärter nicht ihres Lebens ſicher gewe⸗ ſen wären.