Begrabt den Leib in ſeine Gruft, Bis ihn des Richters Stimme ruft.
Dieſer Geſang ging dem erſchütterten David Braſt zu Herzen; er ſchwankte aus dem Thorwege und ſah ſtill, mit gefaltenen Händen auf den Leichenzug, der langſam an ihm vorüber ging. Die Matroſen drängten ſich ſogleich in ſeine Nähe, aber er achtete ihrer nicht.
„Wen begraben ſie denn da mit Sang und Klang?“ fragte einer der Kerle ſo laut, daß David es wohl hören mußte, und ein anderer ſchrie als Antwort:„Nun, wen anders, als den dummen David Braſt!“
Das hatte der Unglückliche gehort. Er ſchrie laut auf, ſein Haar ſträubte ſich, das Geſicht wurde todes⸗ bleich und die Augen drängten ſich aus ihren Höhlen: „Was ſagt ihr, Menſchen! Was ſagt ihr da! Wen begraben ſie?“
„Den Bootführer David Braſt!“ war die Antwort.
Da kreiſchte David laut auf. Er drehte ſich wie toll im Wirbel, ſchlug mit den Armen um ſich und ſchrie:„Ich ſehe mich begraben! Ich ſehe mich begraben!“ Dann aber ſank er zuſammen und blieb als ein Todter auf dem Straßenpflaſter liegen.
Die Matroſen, die den Spaß bis hierher getrieben hatten, geriethen nicht wenig in Angſt, als ſie ſahen, was vorging, und machten ſich aus dem Staube. An⸗


