Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
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den, denn die boshaften Geſellen hatten ihm den Schlüſſel weggenommen, als er ſchlief.

Ach Gott! Ach Gott! Was iſt das? vid Braſt vor ſich hin und begann immer eifriger zu ſuchen, während der Angſtſchweiß auf ſeiner Stirn perlte. Aber wie er ſuchte, und eine Taſche nach der andern umkehrte, er fand nichts, weder ſeinen Schlüſſel, noch ſein Meſſer, noch irgend einen andern Gegenſtand, der ihn hätte kundgeben können. Er weinte laut und ſchrie:Ich habe ihn verloren!

Verloren! Oho! riefen bie beiden Bootsführer. Alſo ſo ſteht es? In's Boot willſt Du, und den Schlüſſel haſt Du nicht? Nun ſehn wir es ganz deut⸗ lich, daß Du ein Betrüger biſt. Jetzt ſcher Dich fort, und laß Dich nicht wieder auf dem Hafendamme ſehen, ſonſt ſchlagen wir Dir Arme und Beine entzwei.

Damit warfen ſie David, wie einen Faugball, dem Nächſtſtehenden zu, dieſer ſpedirte ihn weiter und ehe er noch zur Beſinnung kam, war er ſchon weit über den Hafendamm hinaus, umringt von Gaſſenbuben, die ihn tobend und ſchreiend eine Strecke begleiteten.

Ich halt's nicht aus! ſprach David für ſich. Hätte ich doch all mein Tage nicht geglaubt, daß ich ſo etwas erleben müßte! Wie ſoll ich das überſtehn? Bin ich nun wirklich todt, oder bin ich es nicht, und