Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
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ten Wunder geſchehen ſind; warum können ſie nicht auch heute geſchehen? Wenn es ſein muß, ſo glauben wir, daß Du wirklich David Braſt biſt, daß Du ſtarbſt und in der Nacht vor Deinem Begräbnißtage wieder lebendig wurdeſt; Dich auch während Deines Todes⸗ ſchlafes ſo verändert haſt, daß Dich kein Menſch wieder erkennt. Wenn Du es alſo wirklich biſt, ſo gehe und ſchließe Dein Boot los, nimm die Trauerbänder von

den Riemen...

Ach! rief David aufgeregt,wie kommen die Bänder dahin? Das iſt ſonſt mein Lebtage nicht Ge⸗ brauch geweſen; und warum ſoll gerade ich ein ſo unglückliches Abzeichen haben?

Das kommt daher, bedeutete Peter Maibohm, weil wir den Verſtorbenen beſonders lieb gehabt; dar⸗ um haben wir dies ausgefunden, um ihn zu ehren. Aber Du ſagſt ja ſo eben, daß Du nicht todt biſt, und wir unſer ſchwarzes Band hätten ſparen können. Iſt's alſo Dein Boot, ſo ſchließe die Kette vom Pfahle los und ſteige unangefochten hinein! Die ſchwarzen Bänder aber mußt Du uns zurückgeben.

Das will ich! ſagte David fröhlich und griff in die Taſche; denn er wußte ganz gewiß, daß er geſtern Abend den Schlüſſel zu ſeiner Bootskette dahinein geſteckt hatte. Aber wie er ſuchte, er konnte nichts fin⸗