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„Allerliebſt! Will der Burſch hier ſein eigenes Boot haben. Und welches denn, wenn wir's wiſſen dürfen?“ „Dies da!“ ſagte David und zeigte auf das ſeinige. „Kerl, Du lügſt!“ rief Hans Steen.„Dieſes Boot da gehörte dem David Braſt...
„Recht!“ ſagte David.„Dieſer David Braſt bin ich ja, und es iſt recht ſchlecht von euch, daß ihr mich nicht kennen wollt, da wir doch ſchon ſo manches Jahr zuſammen handthieren.“
„Was?“ rief Peter Maibohm erboſt.„Nun wird mir's zu bunt! Du willſt David Braſt ſein, und alle Welt weiß, daß der arme Kerl vor mehreren Tagen Todes verblichen iſt, und heute begraben wird. Siehſt nicht, daß die Riemen in ſeinem Boote mit ſchwarzen Bändern umwunden ſind, zum Zeichen der Trauer? Und Du willſt Dich unterſtehen, für den ehrlichen Kerl zu gelten?“
„Ach Gott, ihr Männer!“ ſagte David weinerlich. „Ich weiß gar nicht, was das zu bedeuten hat. Glaubt mir es nur diesmal, und ich will mich ja gerne von euch nachher ſo viel ärgern und hänſeln laſſen, als ihr für gut findet. Ich kann doch einmal kein Anderer ſein, als ich bin.“
„So?“ ſagte Hans Steen gelaſſen.„Nun, es iſt ja möglich. Es ſteht in der Schrift, daß in alten Zei⸗
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