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auf dem Hafendamm anlangte, wo die Fahrzeuge der vereideten Bootführer neben einander in langen Reihen lagen und das ſeinige mitten darunter, rief er mit lau⸗ ter Stimme:„Gott ſei Dank! Und da ſteht auch ſchon eine Menge junges Volk, das an Vord gebracht ſein will! Da wollen wir uns gleich das Handgeld ver⸗ dienen!“
Raſch war er auf dem Damm, und wollte hinab in ſein Boot; aber zwei ſtämmige Bootführer traten ihm in den Weg und fragten:„Will Er irgendwo an Bord gebracht ſein?“
„Ei, ihr guten Leute,“ ſagte David, nicht wenig verlegen,„was iſt mir denn das? Seht mich doch an, ihr werdet mich gewiß kennen, ich kenne euch ja. Du biſt Peter Maibohm aus Moorfleth, und Du biſt Hans Steen aus Altwerder. Laßt mich doch gehen und ſtört mich nicht in meinen Verrichtungen.“
„Was für Verrichtungen kannſt Du hier haben,“ ſprach der Eine,„wenn Du nicht von uns an Bord gebracht ſein willſt? Geh' uns alſo aus dem Wege; Du nimmſt den Leuten den Platz weg, die in unſere Böte wollen. Haſt Du gehört, Kerl! gehe Deiner Wege!“
„Ich werde doch wohl in mein eigenes Boot kön⸗ nen?“ rief David erboſt.
Die Bootführer ſchlugen ein lautes Gelächter auf:


