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rief:„David Braſt, warum ſitzeſt Du ſo ſtille in der Ecke? Haſt wohl einen ſchlimmen Tag gehabt und nichts verdient? Am Abend muß man ſich die Grillen aus dem Kopfe ſchlagen. Komm hierher und trinke ein Glas Wein mit uns.“
„Lieben Leute! ich bin ein armer Mann....“ ent⸗ gegnete David ſchüchtern.
„Wir wiſſen es wohl, David!“ antwortete Georg mit großem Ernſt,„und kein Menſch denkt daran, daß Du Deine Paar Dreilinge vertrinken ſollſt. Wir wol⸗ len Dich tractiren. Heda, Ankerwirth! noch ein Glas für den armen David!“
Der Wirth brachte das Glas und nöthigte zugleich den Eingeladenen, ſich an dem Tiſche niederzulaſſen. Er that es mit Zittern; denn jeden Augenblick glaubte er, das Unheil würde nun über ihn hereinbrechen, aber es geſchah nichts dergleichen. Er erhielt Tabak und Wein, und dann fuhr man fort zu erzählen, als ob er gar nicht gegenwärtig ſei. Allmählig wurde er dreiſter, ſein lange verſchloſſenes Herz ging ihm auf; er lachte und ſpaßte; er ſang und ſtieß mit ſeinem Nachbar an. Jeder that ihm Beſcheid, und er mußte mit Jedem trinken. Ehe David es ſich verſah, war er betrunken und ſchlief ein.
Nun, ſagte Georg, was er beabſichtige und wie ſein


