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Die Sonne iſt ſchon hochgeſtiegen, die Männer koͤnnen das Liegen auf dem glühenden Verdeck nicht mehr ertragen. Wie auf ein gegebenes Zeichen ſprin⸗ gen ſie auf, um ſich gegenſeitig zu bewachen; denn mit dem erſten Schritt zum Verbrechen, trat ihnen das Mißtrauen als Bundesgenoſſe zur Seite.
Das Erſte, was ihnen entgegenſtarrt, ſind die Leichen; ſie liegen im geronnenen Blute, die Augen weit aufge⸗ riſſen. Schauer bemächtigt ſich Aller, aber es bleibt ihnen keine Wahl. Auch ohne Worte verſtehen ſich die Genoſſen und treten zu den Todten.
Bei ihnen hat keine Todtenwache geſtanden und ihren Leib mit der Schiffsflagge bedeckt. Keine ſorgende Hand legt ihnen das Sterbekleid an und befeſtigt das ſchwere Gewicht an die Füße, damit ſie hinabfahren zur Tiefe des Meeres. Als ſie begraben werden— heißt das begraben?— ſenkt ſich keine Flagge auf halber Stange und kein Trauerſchuß hallt über die Fläche des Meeres dahin. Mit dumpfem Geräuſch fallen die Lei⸗ chen ins Waſſer, gierig umkreiſt der Hai ſeine Beute und läßt den glänzenden Waſſerſtrahl ſteigen.
Eben ſo ſchnell, als ſie die Todten entfernten, gießen ſie jetzt Ströme von Seewaſſer über das Verdeck hin und halten nicht inne, bis die letzte Spur des


