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Officier ſitzt mit verſchränkten Armen bei dem Nacht⸗ hauſe, den Kopf auf die Bruſt geſenkt, und es iſt ſchwer zu ſagen, ob er wacht oder träumt. Der Him⸗ mel iſt hell und klar, keine Wolke ſo weit das Auge reicht, kein Luftzug, der ſtark genug wäre, eine Feder zu bewegen, die eben aus dem Taubenhauſe auf das Verdeck niederweht. Es iſt ein Stillleben zur See.
Die Frühſtücksſtunde naht heran und überall iſt Leben. Die geſammte Mannſchaft kommt auf das Ver⸗ deck. Der Capitain frühſtückt mit ſeinen Officieren, die Kajütskappe dient ſtatt des Tiſches; auf der Luke des Kabelgats trägt der Koch das Mahl für die wartenden Matroſen auf. Der Schiffsjunge kauert auf der Kajüts⸗ treppe, verſchlingt mit innerm Wohlbehagen die leckern Biſſen, die er von dem Capitainsfrühſtück beiſeite ge⸗ bracht hat, und geht dann unbefangen auf das Verdeck, um die Tauben zu füttern. Er liebkoſt die zahmen Thiere, er reicht ihnen das Futter hin, und indem er den Trinknapf füllt, ſpricht er ſchmeichelnd:„Eher wollte ich durſten, als daß ihr Noth leiden ſolltet.“
Knabe, Du lügſt!
Acht Tage ſind vergangen. Es hat ſich nichts ge⸗ ändert. Dieſelbe Ruhe in der Luft, daſſelbe ſchweigende


