Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
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Windſtille.

Der Sturm war vorüber; verzogen hatten ſich die letzten unheilſchwangern Wolken. Ein tiefblauer Him⸗ mel leuchtete auf das Verdeck herab. Der Seemann ſchöpfte Athem.

Aber das Meer wogte noch kühn und gewaltig; die Wellen des Atlantiſchen Oceans, einmal aufgeregt vom wüthenden Orkan, legen ſich erſt ſpät zur Ruhe; ſie werfen das Schiff wie einen Fangball von einer Seite zur andern; denn dieſes vermag ſich, da der Wind gänzlich aufhörte, nicht durch Segelkraft zu ſtützen.

Endlos iſt die Diehnung des Oeeans; ſie erhebt ſich bis zur hochſten Höhe, legt ſich nur allmählig und geht zuletzt in ein kaum merkbares Senken und Steigen über; ganz unbewegt iſt die Flut des Oceans nimmer.

Nach langen Anſtrengungen in Sturmesnächten erholt ſich die Beſatzung einer engliſchen Brigg, die mitten in dem ſchweigenden Ocean treibt. Die Hälfte der Mann⸗ ſchaft ruht ſorglos in den Hängematten; die Wachtha⸗ benden ſchlendern müßig umher; Einige liegen auf dem Verdeck ausgeſtreckt, der Mann am Steuer läßt die Steuertalje nachläſſig durch ſeine Finger gleiten,

denn das Schiff ſegelt keinerlei Cours. Der dienſtthuende

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