Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
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men Doktor gebracht, der auch die Herren im Schloſſe kurirte und nur in reichen und vornehmen Häuſern ge⸗ ſehen ward. Lars Anders ſetzte ſich geduldig auf die Schwelle und harrte darauf, zu dem Doktor geführt zu werden, denn er hatte viele Schmerzen und wurde mehrere Male ohnmächtig. Aber der Doktor kam nicht; weil er vornehmen Beſuch hatte, mit dem er beim Frühſtück ſaß. Dies dauerte ſo lange, bis ein betreßter Lakai kam und ihn zu einer vornehmen Gräfin rief. Alſobald nahm der Doktor Hut und Stock, doch war er etwas ungehalten, weil man ihn beim leckern Früh⸗ ſtüͤck geſtört hatte. Als er über die Schwelle ſchreiten wollte, ſtieß er auf Lars Anders, der eben aus einer Ohnmacht erwacht war.„Was willſt Du hier, Kerl?“ rief der Doktor.

„Ach, Herr! Ich bin arg zugerichtet und bitte Euch ſehr, daß Ihr meine Wunden verbinden wollt. Ihr ſollt es auch nicht umſonſt thun.“

Als der Doktor ſich den Matroſen näher anſah, der vor ihm lag, mit zerzauſtem Haar und zerriſſenen Kleidern, mit allen Spuren einer durchwachten Nacht im Geſichte, wurde er zornig, und indem er mit dem Fuße nach ihm ſtieß, ſchrie er:„Werft den gemeinen Kerl von meiner Treppe! Eher wollte ich ein ganzes Rudel kranker Hunde verbinden, bevor ich Hand legte