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„Wenn Ihr wahrhaft ehrliche Männer ſeid,“ ſagte er,„und Eure Geſichter bezeugen's, ſo ſagt mir, was geht hier vor am Bord, und was war das ſo eben für ein fürchterliches Schauſpiel?“
„Herr, es iſt eine ſchwere Zeit!“ ſprach ich lang⸗ ſam, der Bootsmann aber fiel mir in's Wort:„Robert, das iſt ein feiner, junger Mann und mit geiſtigen Gaben geſegnet. Leicht weiß er einen Rath, wo wir nichts ergründen köͤnnen. Ich dächte, wir ſagten ihm Alles!“
Ich war es zufrieden, und es blieb ihm nichts ver⸗ borgen von dem, wäs wir wußten. Bleich und athem⸗ los hörte er es an und murmelte dann vor ſich hin: „Das iſt ſchrecklich!“
Während deſſen hatte ſich um uns her Alles merk⸗ würdig verändert; es war völlig Abend geworden, dichte Wolkenmaſſen zogen herauf und verkündeten den nahen Ausbruch eines Sturmes. Mächtig rauſchten die Sturz⸗ ſeen ſchon heran, und kein Officier war auf dem Ver⸗ deck, um das Beſte des Schiffes wahrzunehmen.
Nach gemeinſchaftlichem Beſchluſſe ging ich in die Kajüte, um zu ſehen, ob ich von dem Capitain irgend etwas über die Lage des Schiffes erfahren konne. Ich fand ihn hinter einer Flaſche Madeira und berichtete, welches Wetter im Anzuge ſei, und wie wir Gefahr liefen alle Maſten zu brechen, oder gar zu kentern.


