Verbrechen begangen hätte, von denen ich doch nur hörte, und fiel ohnmächtig hin.
Als ich wieder erwachte, ſah ich den Bootsmann vor meiner Koje ſtehn.„Nun endlich,“ rief er,„das hat drei Tage und drei Nächte gedauert, und Ihr habt im argen Fieber gelegen. Und was Ihr für tolles Zeug geſchwatzt habt, die ganze Zeit hindurch, von Mord und Todſchlag und Krieg und Peſtilenz! Gott ſei mir gnädig, aber es war mir, als ob Ihr Euer bischen Verſtand nicht wiederfinden würdet. Und ver⸗ dächtig war's, daß Ihr juſt gerade bei einer Gebetſtelle umfielt, wo es heißt, daß Gott geleſen hat, was in unſerm Herzen verzeichnet ſteht. Hort, guter Freund, Ihr habt doch ein reines Gewiſſen?“
Ich konnte nichts, als einen tiefen Athemzug thun; langſam erholte ich mich, und ſagte, als ich mich mit einem Trunk Waſſer erquickt hatte:„Mit meinem Ge⸗ wiſſen bin ich wohl in Ordnung; aber es ſteht mit dem Gewiſſen anderer Leute im Schiffe ſchlecht, und es quält mich, daß ich das weiß.“
Mehr konnte ich nicht ſprechen. Er brachte mich auf das Verdeck, damit ich friſche Luft ſchöpfen ſollte, und des andern Tages fühlte ich mich wieder hergeſtellt. Den Bootsmann aber machte ich zu meinem Vertrauten und erzählte ihm Alles, was ich in jener Nacht gehört hatte.
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