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Kruge, dann aber ſank er auf die Kiſte zurück, die ihm zum Sitze diente, und fiel in einen tiefen Schlaf.
Am Abend, als wir uns Beide erholt hatten und ganz allein neben einander ſaßen, ſuchte ich ihn zutrau⸗ lich zu machen und zum Reden zu bewegen. Es gelang mühſam.„Jan Hellwig heiße ich,“ ſprach er,„und all' mein Lebstage habe ich nicht zur See wollen, ſondern lieber in der Fabrik arbeiten. Aber ſie ſagten Alle, ich könne zur See weit mehr verdienen und meine Mutter erlöſen, darum that ich es, damit ſie aus dem finſtern Loche herauskäme. Aber ſie haben mich von dem erſten Tage bis zum letzten gemißhandelt und mich einen Diebs⸗ jungen genannt, ob ſie mir gleich ſelbſt Alles genom⸗ men! Meine Mutter! Mein Geld!“
„Und was hat Deine Mutter gethan?“ fragte ich. „Weshalb muß ſie im Loche ſitzen?“
„Sie hat geſtohlen,“ antwortete Jan Hellwig leiſe; „ſie hat des David Raßmuß' Schweſter das Leinen ge⸗ ſtohlen und die Nachbarn haben es geſehen.“
Ich wandte mich unwillkürlich ab. Sollte mein erſter Gefährte am Bord der Sohn einer Diebin, vielleicht ſelbſt ein Dieb ſein? Schon wollte ich ihn fortſchicken, aber ein Blick auf ſeine Leidensgeſtalt weckte mein Mitleid auf's Neue und mit ernſter Stimme fragte ich:„Weißt Du auch, mein Junge, weſſen Du Deine Mutter beſchuldigſt?“


