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ich keinerlei Furcht, aber ein mächtiges Gefühl ergriff mich, ich begriff, daß dieſer Augenblick für mein ganzes Leben entſcheidend ſei. Mein Blick fiel zufällig auf das Kind, das mir die Erhaltung ſeines Lebens verdankte; das führte mich auf den Strom, und von dem Strome auf die großen Schiffe, die ihn befuhren und die ſo oft der Gegenſtand meiner Sehnſucht waren. Und wenn ich ſie an mir vorüber ziehen ſah und erblickte auf dem Vorderdeck den Bootsmann, wie er Alles anordnete, Be⸗ fehle ertheilte und ſelbſt Hand anlegte, während der Capitain und ſeine Officiere müßig auf dem Halbdeck ſtanden, dann empfand ich einen großen Reſpekt vor einem ſolchen Meiſter des Kabelgats, und mein kühnſter Traum war es, auch einmal eine ſolche Stelle einzu⸗ nehmen. Dies Alles fiel mir jetzt ein, und ich antwor⸗ tete mit lauter Stimme:„Bootsmann will ich werden!“
Der Fremde lächelte:„Das geht ſo ſchnell nicht, mein Sohn; wer Officier des Kabelgats ſein will, muß erſt lange als Kajütenjunge und Halbmatroſe dienen; aber wenn Du Luſt haſt, Seemann zu werden, ſo glaube ich wohl, daß ich Dir dazu behülflich ſein kann. Wie heißeſt Du?“
„Am Tage Emanuel lag ich auf des alten Hiob's Schwelle,“ antwortete ich,„darum heiße ich Emanuel.“
„Es iſt ein Findling, ein unglückliches, ausgeſetztes


