Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Alter fuͤßer und heiterer, als es der Fruhling

ihres Lebens geweſen war. Funfzehn Jahre ſpaͤter wurde Felix ein Unterthan des Koͤnigs der Franken, ohne das Ungemach des Krieges erfah⸗ ren zu haben. Chlodowich ging im Jahr 507. mit ſeinem Heere bei Tours uͤber die Loire, um die Weſtgothen zu bekämpfen/ die er in der Ebene von Vouglé beſiegte; allein Noviliacum, welches von ſeinem Wege zur Linken kag, wurde von ſeinen Soldaten weder beruͤhrt noch gepluͤndert.

Julius Severus kehrte nach der Vermaͤhlung Chlodowichs mit Clotilden, welche nur einige Wochen ſpaͤter als die ſeiner Tochter erfolgte, an den Hof des Königs der Franken zuruͤck. Dieſer empfing ihn hier mit Auszeichnung, indem er ihn immer als das Oberhaupt einer noch ſehr mächtigen Parthei unter den Roͤmern betrachtete, die nemlich der Heiden, welche der Eroberer noch zu ſchonen dachte: er beſtätigte ihn auch in dem Gouvernement der Grafſchaft Char⸗ tres. Nach dem Tode Chlodowichs hielt ſich Severus zu dem aͤlteſten Sohne deſſelben Thierry; der, weil er nicht von Elotilden geboren, ober