Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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zu gleicher Zeit alle dieſe Gruppen zu beſeelen, welche ſich wechſelſeitig trennten und von Neuem vereinigten. Und damit Niemand in dem Schloſſe des Rutilianus dieſer Empfindung entbehre, bat Julia Armentarien den Pater Venanz auch in Freiheit ſetzen zu laſſen, den dieſes Weib erſt in Ketten geſchlagen hatte. Dieſe Gefällig⸗ keit wurde bald mehr als himlaͤnglich dadurch vergolten, daß Felir dem Procer, der Armentaria und ihrem kleinen Haufen erklaͤrte, er wolle ſie in ſeine großen Beſitzungen aufnehmen, ihnen Lände⸗ reien und Wohnungen anweiſen, damit ſie ſich von Neuem, gegen einen kleinen Zins, mit dem Ackerbaue beſchaͤftigen koͤnnten, fuͤr den ſie eigent⸗ lich geboren waren, und dem ſie nur Tirannei und Gewaltthätigkeit hatte entftemden können. Die Hochzeit von Felir und Julien wurde den Tag darauf zu Noviliacum gefeiert. Hier lebten ſie nun im Stillen, entfernt von allem Antheile an den politiſchen Stuͤrmen, welche ihr ungluͤckliches Vaterland verwuͤſteten. Sylbia trennte ſich nie von ihnen, und die Liebe ihres Sohnes und ihrer Schwiegertochter machten ihr