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noch Verſprechungen hatten den Voluſianus be⸗ ſtimmen konnen, ihm einiges Licht uͤber Juliens
Schickſal zu ertheilen. Man hatte weder unter
den Einwohnern von Tours, noch durch die ge⸗ heimen Agenten, welche nach den Anweiſungen der Lamia das Land durchſtreiften, die geringſte Kenntniß davon erhalten konnen. Dumnorir,
Juliens Milchbruder, durch ſo viel vergebliche
Anſtrengungen entmuthigt, wurde, von Schmerz uͤberwaͤltigt, laß, und da er jeden Tag neue un⸗ nutze Schritte thun ſollte, verlor er endlich auch den Muth der Hoffnung.
Selbſt die Macht, woruͤber Severus An⸗ fangs hatte verfügen können, fing an ihm zu entgehen. Die Franken, welche Theuderich nach Tours gefuͤhrt hatte, hatten die Gaſtfreundſchaft der Mönche beſſer als die des Severus gefun⸗ den, und die Weine der Loire hatten ihre Ver⸗ ehrung gegen den heiligen Martin gar ſehr ver⸗
mehrt. Sie theilten ihren Tag zwiſchen dem Re⸗
fectorium des Kloſters und der Kathedrale, de⸗ ten Pracht ſie bewunderten; ſie hörten mit Andacht die Predigten, welche ihnen in eiher


