Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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wo die Geſpenſter jedes Jahr zu erſcheinen pfleg⸗ ten. Sie befragte ihr Gedaͤchtniß. Gerade dieſe Nacht mußte die der Idus des Dezembers ſeyn, und nach dem Aufgange des Mondes zu urthei⸗ len, mußte es auch nicht weit von zwei Uhr mehr ſeyn. Umgeben von zahlreichen Bedienten, von alten Kriegern, unter dem Schutze der Beſitzerin des Hauſes, ihrer Freundin, hatte ſie hier ſchon ein tödliches Schrecken empfunden, als man ihr von jener Erſcheinung erzählte; jetzt befand ſie ſich hier zur Nachtzeit, um die Stunde, wo ſie jene erwarten mußte, aber allein, gefangen, ohne daß die Einwohner des Schloſſes ihr Daſeyn auch wohl nur ahndeten. Sie wandte indeſſen ihre Blicke keinesweges von dem Orte ab, wo ſie von einem Momente zum andern die Geſpen⸗ ſter erwarten mußte, vielmehr richtete ſie ſie da⸗ hin mit einer Art von aͤngſtlicher Neugier. Sie hielt ſelbſt den Athem an, und ihre Kniee zit⸗ terten unter ihr, als mit einem Male ihre Auf⸗ merkſamkeit durch ein Geraͤuſch ganz in ihrer Naͤhe abgelenkt ward. Mehrere Perſokten gin⸗ gen nemlich in einem Gemache umher, das von