Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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er dies gleich nie geſtanden hatte, Grund zu ver⸗ muthen, daß er die geheimen Zugaͤnge zu dem Schloſſe genau kenne und auch die Schluͤſſel dazu beſitze. Um ſich uͤber dieſe Vermuthung Gewißheit zu verſchaffen, hielt ſie das Auge aber⸗ mals an die Spalten des Ladens, und ſuchte einen Gegenſtand auf, den ſie ſicher erkennen koͤnnte. An dem Saume des Waldes, der das Schloß des Rutilianus umgab, war eine Stelle, die ſie nicht vergeſſen haben konnte. Es war die, welche ihr Radebode als den Ort bezeichnet hatte, wo der Beſitzer des Schloſſes nebſt allen ſeinen Kin⸗ dern umgebracht worden war, und wo jedes Jahr Geſpenſter ſich ſehen laſſen ſollten, um die furcht⸗ bare Tragodie von neuem aufzufuͤhren. Dieſe Stelle ſuchte ſie auf und erkannte ſie. Seltſam in einander geſchlungene Baumzweige, verbleichte Stämme, die ſich in ihrem Gedaͤchtniſſe mit dem Bilde vereinigten, das Radebode beſchrieben hatte, ſtellten ſich aufs Neue ihren Blicken dar. Es war der Tag der Idus des Dezembers(13te), hatte ihr Radebode geſagt, zwei Uhr nach Mitternacht,