ſagte ſie ihr die vornehmſten Myſterien in der⸗ ſelben Ordnung her, wie ſie in dem Katechismus ſtanden, und ſchmuͤckte ihre Rede dabei mit Stel⸗ len aus der heiligen Schrift aus, welche ſie Ju⸗ lien als Beweiſe aufſtellte. Dieſe verſicherte nun die Schweſter Conſtanze, daß ſie ſchon von allen den Grundwahrheiten, welche ſie ihr beibringen. wollte, uͤberzeugt ſey; allein da ſie ſahe, daß dieſe Erklaͤrung auf ihre Gefährtin keinen Eindruck machte, fuhr ſie fort ihr gefuͤllig zuzuhoren, und verſuchte es ſogar, ſie durch einige Fragen dahin zu bringen, daß ſie die Grundſatze, welche ſie nur obenhin beruͤhrte, ein wenig genauer ergruͤnden möchte; allein bald machte ſie die Bemerkung, daß ſich Schweſter Conſtanze von den breitgetretenen Pfaden nicht entfernen konnte, daß ſie ohne Nach⸗ denken, ohne Pruͤfung Alles, was ſie gelernt hatte, glaubte, und ſo glaubte, wie ſie es gelernt hatte, und daß im Uebrigen in ihrem Kopfe nur Unord⸗ nung und Verwirrung herrſchte. Anſtatt ihr eine unnuͤtze Beſchwerde zu verurſachen, welche ihr vielleicht kräͤnkend werden mochte, verſuchte ſie es ihr den Unterricht zu erleichtern, den ſie von ihr 2r Bb.*
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