Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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nicht kannte, die ſich zu ihr in die Sänfte ſetzte, und die ihr zur Fuͤhrerin dienen ſollte.

Da ſie ſich von nun an gaͤnzlich von derſelben abhängig ſahe, ſo verſuchte ſie begierig in ihren Zuͤgen den Charakter zu erforſchen, den ſie bei ihr vorausſetzen könnte; allein es war ihr durchaus nicht möglich, Etwas auf dieſem Geſichte zu le⸗ ſen, denn es dräckte nur die tiefſte Demuth und Inſichgekehrtheit aus, und ein kunſtliches Be⸗ ſtreben ſchien alle Natur aus demſelben verlöſcht zu haben.

Die Säaͤnfte zog indeſſen mit großen Schrit⸗ ten durch die Straßen von Tours. Sie wurde oft zum Dienſte des Kloſters benutzt unb erregte daher auch keine weitere Aufmerkſamkeit. Nachdem ſie die Stadt verlaſſen, ging ſie uͤber den Cher,

und dann nahm ſie die Richtung nach Suͤdoſten..

Bis jetzt hatten die beiden Reiſenden das tiefſte Schweigen beobachtet. Als ſie ſich aber im Freien ſahen, fing die Schweſter Conſtanze an ihren Auftrag zu vollziehen, welcher in der religioſen Un⸗ terweiſung derjenigen beſtand, die ſie als eine Un⸗

eingeweihte betrachtete. In einem Odem faſt