Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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gleichwohl nicht zu Hauſe eingetroffen war, er⸗ regte ſchon ſeine Unruhe und Unzufriedenheit. Er ſchloß daraus, daß die beiden jungen Leute ſich zu Heſodunum getroffen hätten, und ſelbſt in dieſem Falle konnte er nicht begreifen, war⸗ um ſie noch nicht zuruͤck wären, da kam eben der von Sylvien abgeſandte Bote an und ver⸗ ſenkte ihn in die troſtloſeſte Bekuͤmmerniß. Er konnte die Begebenheit, die ihm erzählt wurde,

ſich gar nicht deutlich machen; er wußte nicht,

war ſeine Tochter mitten in den Ruinen in ei⸗ nen Abgrund gefallen, oder hatte ſie ſich in den unterirrdiſchen Labyrinthen verirrt, oder war ſie von Raͤubern entfuͤhrt worden? Das ſahe er aber klar, daß die Gefahr ſehr groß ſey, und ſobald die Arbeiter, welche Sylvia aus Novi⸗ liacum kommen ließ, fertig waren, reiſete er mit ihnen ab.

Die Erklärung zwiſchen Severus und Syl⸗ via war ſehr lakoniſch. Beide waren, verſenkt in ihren Schmerz, ziemlich wortkarg. Allein ſobald der Graf von Chartres das Ereigniß ge⸗ horig gefaßt hatte, wollte er alle Oeffnungen 2r Bd. C