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Felix ſchlug die Augen nieder und ſchwieg.
Und welches wird das Schickſal Deiner Mut⸗ ter ſeyn, wenn Du das Land verläſſeſt? Willſt Du ſie mitnehmen in unſere Verbannung, fern von ihrem Eigenthume, ihren Sitten und Ge⸗ wohnheiten entzogen, und getrennt von allen Ge⸗ genſtaͤnden ihrer Liebe und Neigung? Oder willſt Du ſie in ihrem Alter verlaſſen? Willſt Du ſie des Sohnes berauben, auf den ſie alle Hoffnun⸗ gen ihres Gluͤcks gegruͤndet hatte?
Felix ſchwieg noch immer.
Paſt Du keine Pflicht zu erfüllen gegen die
Menſchen alle, welche auf Deinen großen Beſitzun⸗ gen leben, gegen ſiebenhundert Familien, deren einziger Beſchuͤtzer und faſt einzige Obrigkeit Du jetzt biſt? Sie genießen jetzt ihres Daſeyns, ſie ſind zufrieden, ſie breiten ſich aus. Allein ob ſie gleich an Deinen Berathungen keinen Antheil neh⸗ men, auf Deinen Entſchluß keinen Einfluß haben können, wird man ſie doch fur den Entſchluß, den Du gefaßt haſt, verantwortlich machen. Wenn Du in dem Augenblicke, wo Du mit dem Chlodo⸗ wich unterhandelt haſt, ihn tödtlich kränkſt, ſo


