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werden ſeine Franken ganz gewiß mit Feuer und Schwerdt von der Loire nach dem Cher ziehen, alle Deine Beſitzungen verwuͤſten, ind viele hun⸗
dert Muͤtter werden uber ihre ermordeten Kinder weinen, weil wir nicht Muth und Kraft genug
gehabt haben, unſer Herz zu beſiegen! Felix vermochte es nicht länger zu widerſtehen,
ſein Athem ſtockte, ſeine Augen fullten ſich mit
Thraͤnen, tiefe Seufzer rangen ſich endlich aus ſeinem Buſen los. Julia, welche, waͤhrend ſie ſprach, ihre Augen feſt am Boden geheftet hatte,
hob ſie jetzt wieder auf unt ſchautr ihm ins Ge⸗
ſicht, uͤber welches ſich ſeine Thränen ergoſſen. Sie legte ihr Haupt ſanft auf ſeine Schulter, und indem ſie einen Arm um ſeinen Nacken ſchlang und ihn feſt an ihren Buſen druͤckte, rief ſie aus: O! Felix, ich liebe Dich, ich werde Dich ewig lieben!—
Ende des erſten Theils.


