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ich Dich einem Barbaren uͤberlaſſen, unfähig, Deinen Werth zu ſchätzen, unfähig, Dich zu lie⸗ ben; einem Barbaren, der, wenn er Dich nicht
einsmals ſeiner wilden Leidenſchaft oder ſeiner
Unbeſtändigkeit aufopfert, Dich doch wenigſtens in alle Schickſalswechſel verflicht, die ſein eigenes Leben bedrohen, welches unaufhörlich entweder den Dolchen der Meuchelmoͤrder, dem Beile des Henkers ausgeſetzt iſt?
Julia erhob ihre Augen von Neuem und rich⸗ tete ſie auf ihn, mit der unbeſchreiblichſten Mi⸗ ſchung von Zaͤrtlichkeit und Schmerz.
Ja! ſagte ſie endlich, ich liebe Dich! Ich liebe Dich, wie Du mich liebſt! Allein demohn⸗ geachtet iſt die Quelle der Hoffnung in meinem Herzen vertrocknet. Der Tag, wo ich Dich wie⸗ derſehe, iſt auch der letzte Tag des Gluͤcks, den ich zu erleben erwarten darf; ich muß mich von nun an meinem Schicſale unterwerfen; es iſt ſtaͤrker als ich, es wird beſtimmt durch einen Wil⸗ len, der des Willens der Menſchen ſpottet und der uͤber mein Leben durch uͤbernaturliche Mittel herrſcht. Ich kann mein Schickſal eben ſo wenig


