Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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begreifen, als die Art, wie ich davon unterrichtet

worden binz allein um mich und vor mir ſehe ich

Nichts, als Schrecken, ausgenommen bei Dir

und in Deiner Naͤhe. Die Hölle hat zu meinem

Vater geſprochen durch den Mund der Lamia, um mich dem Chlodowich zu vermählen, der Himmel

hat mir durch einen ſeiner Heiligen befohlen, mich

auf das ſchreckliche Gefängniß des Kloſters gefaßt zu machen; nun, ſage ſelbſt, Felir, bleibt mir

wohl noch eine einzige Hoffnung?

Ja, verſetzte er, es bleibt noch Hoffnung, es bleibt Gewißheit, wenn Du Dich auf unſere eige⸗ nen Hulfsquellen, auf unſern eigenen Muth ver⸗ laſſen willſt, anſtatt die Orakel zu horen, die uns durch ihre Widerſpruͤche ſelbſt beweißen, daß ſie trugeriſch ſind. Chlodowich iſt erſt von einem ſehr kleinen Theile Galliens Herr; hier herrſcht er noch nicht, und noch koͤnnen wir uns ſeinen Gewalt⸗ thäͤtigkeiten entziehen. Wi können den Koͤnig der Weſtgothen, den Koͤnig der Burgunder um Zu⸗ flucht anflehen, ohne deshalb unſer Vaterland verlaſſen zu duͤrfen. Wir können nach Italien gehen, wo der weiſe und tugendhafte Theodorich,