Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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fie ſie auf das Gute aufmerkſam, bas ſie in ihren neuen Verhältniſſen ihren Mitburgern, ihrem

Vaterlande und allen Ungluͤcklichen werde erweiſen können. Chlodowich war jung, man verſicherte, daß er Alles in ſich vereinige, was den Augen ge⸗ fallen und dem Ehrgeize ſchmeicheln könne; wa⸗ rum ſollte man nicht glauben, daß ſein Herz ſich gefüͤhlvolt zeigen, daß er ſich dem ſanften Einfluſſe eines Weibes hingeben und die Wildheit des Bar⸗ baren ablegen werde, um ſich als den Landsmann

derjenigen zu betrachten, deren Gemahl er wer⸗ den wollte? Hatte man denn nicht geſehen, daß Placidia Ataulphs Denkart ganz und gar gean⸗

dert und daß ſie aus dieſem Koͤnige der Weſtgothen

den eifrigſten Vertheidiger der Anſpruͤche des römi⸗

ſchen Reichs gemacht hatte, das er Anfangs völlig

umzuſtuͤrzen im Begriff war?

Allen dieſen Aeußerungen ſetzte Julia nichts entgegen, als Thränen; ſie ſchloß Sylvien in ihre Arme, ſie bebte, wenn Chlodowichs Name ge⸗ nannt wurde, und druckte durch Gebehrden mehr noch ihren Widerwillen, als ihren Unglauben aus⸗ Endlich erhob ſie die Augen zu ihrer Freundin und

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