Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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wie Felix ſie wieder zu ſehen wuͤnſchte, ehe ſie

ihrem Vater gehorchte, auch ſie denſelben Wunſch hege; und ob ſie gleich nicht begriff, welche Plane ſie bilden koͤnnten, um ſich dem ſie bedrohenden Geſchicke zu entziehen, ſo bemerkte ſie doch, daß Julia die Hoffnung nicht verloren habe und nicht verlieren wolle.

Sie fuͤhlte, daß ſie nun fur die beiden jungen Leute denken und handeln muͤſſe, und ſo groß auch ihr eigener Wunſch war, Beide verbunden zu ſehen, ſo achtete ſie doch auf einer Seite die vaͤterliche Gewalt des Julius Severus, und auf der andern furchtete ſie die Macht und Rache des Königs der Franken, deſſen Herrſchaft ſich ſchon bis an die Thore von Noviliacum erſtreckte, und deſſen Mittel, zu ſchaden, reißend ſchnell ſich ver⸗ mehrten. Nie wuͤrde er ſich, das wußte ſie nur zu gut, durch den Sohn eines galliſchen Senators die Gemahlin entreißen laſſen, die er gewaͤhlt hatte.

Sylvia verſuchte Julien durch die zärtlichſten Liebkoſungen und durch das Verſprechen unveraͤn⸗ derlicher Freundſchaft zu beruhigen; auch machte