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Glöckchen und Schellen : heitere Erzählungen / von Heinrich Smidt
Entstehung
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wangiger Referendar, für den es die höchſte Zeit war, an des dritten Examens Bedeutung zu denken.

Der Pſeudo⸗Onkel hatte während deſſen den Nef⸗ fen aus ſeinen Armen entlaſſen und wandte ſich zu Goldfuß:

Mein lieber Freund, ich wäre unmaßgeblich der Meinung, Sie ließen die jungen Leute und die Geſell⸗ ſchaft nicht länger warten. Man ſehnt ſich darnach, zu Tiſche zu gehen und die Geſundheit des jungen Braut⸗ paares zu trinken.

Sei es ſo! ſagte der alte Goldfuß, indem er die Hand ſeiner Tochter ergriff und Emil that einen mäch⸗ tigen Schritt vorwärts, um an die Seite des Schwieger⸗ vaters zu gelangen, aber raſch ergriff ihn ſein Pſeudo⸗ Onkel am Arm und ſagte:

Stehen geblieben, Patron!

Emil ſträubte ſich aus Leibeskräften und rief mit ge⸗ dämpfter Stimme:

Herr, das iſt Ihr Letztes! Ich erdroßle, ich er⸗ würge Sie.

Ihres Gefallens! entgegnete Jener, Emils Hand fahren laſſend, und dieſer wollte nun ſchnell die Stelle einnehmen, die ihm gebührte, aber lebhaftes Erſtaunen feſſelte ſeinen Fuß, und mit weit aufgeſperrtem Munde ſah er, was er nie zu ſehen geglaubt hatte.

Es hatte ſich zuſammen gefunden, was zuſammen gehörte. Neben der ſchönen Eliſabeth ſtand Franz und Papa Goldfuß ſagte:

So erkläre ich denn, daß meine Tochter Eliſabeth, Rebecca Goldfuß und Herr Franz von Salbach in aller